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CHRONIK
von Otto Kleinschmidt
Gewerkschaften im Oberwesterwald

 

 
Industrien, Dienstleistungsbetriebe & Gewerkschaften im Oberwesterwald
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2.3.6 Druck- und Pappe-Industrie

 

Im August 1848 richtete Verleger Krumscheid eine Druckerei in Hachenburg ein, in der auch der ab dem gleichen Jahr bereits erschienene „Westerwälder Bote“ für die Ämter Hachenburg, Marienberg, Rennerod und Selters hergestellt wurde. 1849 erwarb Carl Ebner die C. Krumscheidsche Druckerei, die sich später auch nach Marienberg abzweigte. Nach einer zeitweiligen Umbenennung des „Westerwälder Bote“ in „Kreis-Amtsblatt des Kreisamtsbezirks Hachenburg“, „Kreisblatt des Kreisamtsbezirks Hachenburg“, „Amtsblatt für die Aemter Hachenburg, Marienberg und Selters“ sowie „Kreisblatt für den Oberwesterwaldkreis, umfassend die Aemter Marienberg, Hachenburg und Rennerod“ erhielt die Zeitung ab 13.9.1878 den noch heute verwendeten Namen „Westerwälder Zeitung“. Auch die Erscheinungsorte Hachenburg und Marienberg wechselten öfters, besonders weil Marienberg Sitz der Kreisverwaltung und die Zeitung amtliches Verkündigungsorgan war. Bis zum Jahre 1940 sind mit der „Druckerei Hachenburg“ die Namen der Verleger Peter, Johann, Otto und Carl Ebner eng verbunden. Vielseitig waren die Standorte in Hachenburg, bis die Druckerei ihr endgültiges Domizil in der Saynstraße fand; so u.a. Haus Freudenberg am Markt, Haus des Schlossers Wirth am oberen Marktplatz, Weinberg’sches Haus in der Herrengasse, umgebautes Haus in der Adolfstr. 1, das Kirchhübel’sche Haus und das Haus in der Judengasse. Im August 1999 betrug die Zahl der Beschäftigten 165.

 

Weitere Druckereibetriebe sind die Firmen Friedrich Riedel, Marienberg (früher Druckerei Carl Ebner, Nassauische Straße, dann Bismarckstraße) und Pius Kaesberger, Westerburg.

 

In 1884 bestand in Marienberg die Buchbinderei Hermann Schnabelius.

 

Ein pappeverarbeitendes Unternehmen ist die Firma Hörster (Wäller-Lotrecht-Hängeregistratur), früher in Marienberg, heute in Hahn b. Marienberg; z.Zt. werden im Betrieb 39 Arbeitnehmer sowie 30 Heimarbeiter beschäftigt).

 

Den Versuch, ein pappeerzeugendes Unternehmen aufzubauen, starteten in Langenbach bei Marienberg die Gebr. Frey. Das Werk wurde allerdings nach nicht allzu langer Zeit wieder stillgelegt.

 

Für einige Zeit war auch in Höhn die Firma Hakle, Papierfabrik, tätig (wo sich heute das Kunststoffwerk befindet). Hakle hatte die erste Halle des jetzigen Kunststoffwerkes gebaut, aber es soll nie produziert worden sein. Offenbar gab es keine Einigung zwischen EWerk und Hakle über die Dampflieferung.


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